Fraser Island
Robbed by the dingos!!!
Schon früh am Morgen standen wir auf, so etwa gegen sieben Uhr. Wir nahmen die letzte Dusche und genossen unser letztes Frühstück unter zivilisierten Bedingungen. Bei strahlendem Sonnenschein kontrollierten wir die Fahrtüchtigkeit unseres Wagens sowie die Vollständigkeit unseres Equipments. Und dann ging es los – UNSER ABENTEUER FRASER ISLAND, unsere Reise zur gröβten Sandinsel der Welt, erreichbar von Rainbow Beach oder Hervey Bay.
Zu neunt, häufig auch zu elft, starteten wir in Richtung der Fähre, die uns unserem Ziel näher bringen sollte. Erste Eindrücke von Felsen, Sandstränden und einer scheinbar noch unberührten Natur konnten schon von Weitem gesammelt werden und wieder auf festem Boden brausten wir mit etwa 60 km/h den Sandstrand entlang, zum einen begeistert von der Farbenvielfalt der Umgebung, zum anderen aber auch gezeichnet von heftigen Erschütterungen, die ein ungeteerter Untergrund nun einmal so mit sich bringt.
Fernab vom Strand, im Inneren Fraser Islands erreichten wir schlieβlich unsere erste Anlaufstelle – Lake McKenzie. Wir badeten in kristallklarem Wasser, sonnten uns im samtweichen Sand und genossen unser erstes gemeinsames Mittagessen aus Brot, Käse, Schinken und Gemüse. (Das Essen wird zuvor gemeinsam mit der gesammten Gruppe eingekauft, man sollte also etwas Geld dafür einplanen.)
Nach einem finalen Tauchgang ging es schlieβlich weiter durch unwegsames Gelände zum nächtlichen Campingplatz am Strand des Pazifischen Ozeans. Wir bauten unsere Zelte auf, öffneten die ersten Getränke und hatten zum Glück einen Koch dabei, welcher uns aus einfachen Nudeln, Tomatensoβe und Gemüse ein fantastisches Mahl zauberte. Im Kreis sitzend tauschten wir unsere bisherigen Erfahrungen über Australien aus und als wir uns selbst nicht mehr genug waren, gingen wir hinüber zu einer weiteren Gruppe abenteuerlustiger Fraser-Entdecker. Der Goon und das Bier flossen reichlich, die Stimmung hob sich und letztlich legten wir uns völlig zeitlos und zufrieden in unsere Zelte.
Doch dann am Morgen der Schreck:
ROBBED BY THE DINGOS!!!
Wir hatten kein Fleisch, keine Milch, keinen Käse, nur allein das Brot und einige Früchte blieben uns. Also ging es los zum nächsten, wirklich sehr teuren Supermarkt - Nachschub wurde gebraucht!!! Und in Anbetracht angestrebter Sparsamkeit einigten wir uns erneut auf Nudeln mit Tomatensoβe.
Den zweiten Tag verbrachten wir schlieβlich damit, UNSERE INSEL zu erkunden. Wir machten Halt am Maheno Schiffswrack, fotographierten die Farbenvielfalt der Pinnacles (riesige, farbige Sandberge) und kletterten auf die Klippen Indian Heads. Von dort erwartete uns ein atemberaubender Blick über die Insel, inklusive des imposanten Treibens von Delphinen im Wasser. Abkühlung von unsrer Klettertour fanden wir im Anschluss in den Campagne Pools – tiefe Meereseinbuchtungen mit aufschäumender Gischt. Man kann dieses prickelnde Gefühl schlecht beschreiben, sondern sollte es stattdessen einfach selbst erleben.
Unsere Nacht verbrachten wir diesmal in einem Camp fernab der Küste. Und ein Aborigini erwartete und berüβte uns bereits neugierig. Wir nahmen eine Dusche sammelten Holz für ein wärmendes Feuer und und aβen erneut unsere Nudeln. Abermals floss der Goon und das Bier und bei schlallendem Gelächter und vielen Spielen genossen wir unseren letzten gemeinsamen Abend auf Fraser Island. Da diesmal jegliche Lebensmittel im Wagen verstaut waren, gab es am nächsten Morgen auch keine Verluste zu beklagen - naja von partiell physisch mangelhaften Zuständen einmal abgesehen.
Gegen neun Uhr morgens traten wir schlieβlich unseren Heimweg an. Wir machten einen letzten Halt am Strand, genossen unsere letzten Sandwiches und trieben gegen zwölf Uhr mit der Fähre zurück zum Festland.
Wieder angekommen in Rainbow Beach kontrollierten wir erneut unseren Wagen sowie auch unser Equipment und einigten uns spontan auf ein abendliches Barbecue, um über unsere Erfahrungen auf Fraser Island zu philosophieren.
Und auch wenn die Insel selbst so unberührt scheint, so hat doch jeder von uns ein kleines Stück derselbigen in seinem Herzen mit davongetragen.

Studieren in Queensland
