Fraser Island
Fraser Island – Die größte Sandinsel der Welt
Niemand der eine Tour durch den tropischen Norden Australiens macht, lässt dieses einzigartige Highlight fünfeinhalb Autostunden von Brisbane entfernt, aus. Zu besonders ist die 120 Kilometer lange und nur 15 Kilometer breite Insel, die über zahlreiche exotische Sehenswürdigkeiten und eine atemberaubende Landschaft verfügt. Fraser Islands Zauber überwältigt jeden Besucher, denn ob tropische Regenwälder, weiße Sandstrände, türkisblaue Süßwasserseen oder wilde Tiere, jeder findet hier sein persönliches Paradies auf Erden.
Um zur Insel zu gelangen, fahren die meisten Reisenden vorerst nach Hervey Bay. In der kleinen Küstenstadt tummeln sich zahlreiche Backpacker, die ihr persönliches Fraser Adventure noch vor sich haben oder gerade von einer erfolgreichen Expedition zurückgekommen sind. Am Hafen, aber auch in den meisten Unterkünften können Reisende Fraser Island Touren buchen. Während der Wintermonate bieten viele Schiffe auch Ausfahrten zur Walbeobachtung an, da sich die Buckelwale zu dieser Zeit in den warmen Gewässern rund um das Fraser Island zum Kalben aufhalten.
Da der Boden auf Fraser Island ausschließlich aus Sand besteht, ist das Befahren der Insel nur mit Allradautos möglich. Wer über kein 4WD Vehikel verfügt, kann sich entweder einer großen Reisegruppe anschließen und die Insel per Bus erkunden oder einen Jeep mieten. Backpacker schließen sich oft zusammen und leihen sich gemeinsam ein Auto, da die Fraser Island Safari mit einer Gruppe mehr Spaß macht und sicherer ist. Das Fahren auf der Insel ist sehr schwierig und nervenaufreibend. Jeder sollte sich während der Fahrt festhalten, da die Autos oft in die Höhe hüpfen, wenn sie Löcher im sandigen Boden durchqueren.
Die Überfahrt mit der Fähre zur Insel dauert zirka eine dreiviertel Stunde. Während der Schifffahrt können Reisende auf dem Sonnendeck sitzen und riesige Pelikane beobachten. Die Autos finden im Inneren der Fähre Platz. Wenn das Schiff Kurs auf die Insel nimmt, ergeben sich schon die ersten tollen Fotomöglichkeiten. Denn die wunderschönen Mangroven, die den Eingang zum Fraser Island einsäumen, sind auf jeden Fall einen Schnappschuss wert. Nach der Ankunft begibt sich jeder Reisender zu seiner Gruppe und nimmt entweder im Bus oder im Leihauto Platz.
Während Selbstfahrer keinem Zeitplan unterworfen sind und bequem von einem Ort zum anderen düsen können, müssen sich die Bustouristen dem strikten Programm der Veranstalter fügen. Den ersten Stopp machen kommerzielle Anbieter meistensam 75-Miles-Beach. Der Strand eignet sich nicht zum Sonnenbaden, sondern ähnelt eher einem Highway, da hier die Jeeps mit 100 Sachen über den Sand donnern. Das Meer sollten Besucher des Fraser Islands generell meiden, da hier gefährliche Unterströmungen und viele Haie lauern. In der Nähe des Meers halten sich hier höchstens ein paar wagemutige Fischer auf.
Ein Ort, der sich jedoch hervorragend zum Baden eignet, ist der glasklare Süßwasserbach Eli Creek. Der Bach entspringt in der Mitte des Regenwalds von Fraser Island und mündet am 75-Miles-Beach in den Ozean. In diesem Gewässer lässt es sich sorglos plantschen, da das Wasser seicht und frei von größeren Tieren ist. In der Nähe von Eli Creek befindet sich außerdem das berühmte ‚Maheno’ Schiffwrack und die uralten, roten Felsformationen ‚3 colours in the sand’.
Kinder sollte man auf Fraser Island nie aus den Augen verlieren, da die Insel Heimat der gefährlichen Dingos ist. Dabei handelt es sich um Wildhunde, die dem Menschen gegenüber aggressiv auftreten können. Wer auf Fraser Island einen Dingo sieht, sollte ihn aus der sicheren Entfernung beobachten und auf keinen Fall mit Essensresten anlocken. Durch die Touristenmassen, die täglich auf die Insel strömen, haben sich die Dingos über die Jahre an die Gesellschaft der Menschen gewöhnt und haben heutzutage keine Scheu mehr vor einem Angriff.
Nach der Erkundung der Eli Creek und des 75-Miles-Beach zieht es die Reisegruppen ins Innere der Insel, wo zweihundert Meter hohe Dünen auf tropischen Regenwald treffen. Hier befinden sich gesicherte Wanderwege, die zur Erkundung dieses zauberhaften und exotischen Gebiets einladen. Knöchelhohe Wanderschuhe, lange Hosen und langärmelige Hemden sind jedoch aufgrund der Insektenvielfalt empfehlenswert. Auf Fraser Island leben einige der gefährlichsten Giftspinnen der Welt. So sollten Besucher stets mit offenen Augen durch den Regenwald spazieren und nicht in großen Spinnennetzen hängen bleiben.
Im Inneren der Insel befinden sich außerdem zahlreiche wunderschöne Süßwasserseen. Der Sand ringsherum ist besonders fein und weiß, daher raten einem die Tourguides den Körper damit einzureiben. Die Seen gelten überhaupt als Jungbrunnen. Angeblich werden Haar und Haut weicher, wenn man darin schwimmt. Lake Mc Kenzie ist der bekannteste und am einfachsten zugänglichste See. Beim Baden haben Besucher hier eine erhöhte Chance auf wilde Wasserschildkröten zu treffen. Ansonsten leben kaum Tiere in den Süßwasserseen, deren Wasserqualität der Eli Creek gleicht.
Nach einem aufregenden und abenteuerlichen Tag verlassen alle Reisegruppen die Insel, doch wer mit seinem eigenen Gefährt auf der Insel unterwegs ist, kann hier auch übernachten. Dafür ist lediglich eine Genehmigung nötig, die bei QPWS erfragt werden darf. Eine Nacht im Zelt auf Fraser Island gehört wohl zu den abenteuerlichsten Erlebnissen, denen man teilhaben kann. Das Rauschen des Ozeans und das Heulen der Dingos begleiten einen bis in den Schlaf.

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