Australia Zoo
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Australia Zoo

Bereits auf dem Flughafen in Brisbane bei meiner Ankunft strahlte Steve Irwin the Crocodile Hunter von unzähligen Plakten auf mich herab und prägte somit meinen ersten Eindruck von Australien.

Auch auf dem Weg an die Sunshine Coast, wo ich wohnen sollte, zierte das freche Grinsen des blonden Australiers die Autobahn: Ein Schild nach dem anderen in nur wenigen Metern Entfernung voneinander. Das ist im Nachhinein auch kein Wunder, denn der Australia Zoo Erbe liegt in dieser Gegend.

So viel Werbung für einen Zoo habe ich allerdings noch nie gesehen und ich wollte der Sache auf den Grund gehen. Damit stand meine Samstagsplanung fest: Auf geht’s in den Zoo nach Berwaah zu Steve Irwins Erbe.

Den Australia Zoo gibt es schon seit 1972. Damals wurde er noch von Steve Irwins Vater geleitet. Vater und Sohn fingen gemeinsam alle Tiere des Zoos selber in der weltweiten Wildnis. Um halb 9 morgens holte mich der kostenlose Zoo- Shuttle- Bus in Caloundra an der Bus Interchange Station ab.

 
 

Am Vortag rief ich an und reservierte einen Platz um Fahrtkosten zu sparen. Zur Einstimmung auf den Tag im Zoo lief auf der Fahrt eine Steve Irwin Dokumentation. Steve beim fangen eines Krokodils, Steves Frau beim fangen eines Krokodils, Steve beim fangen von Schlangen und vielen anderen Tieren. Steve, Steve, Steve.... als würden die Australier nichts anderes kennen als ihren Nationalhelden! So fragte ich mich, ob Steve Irwin oder die Tiere als Hauptattraktion im Zoo galten.

Nach nur 30 Minuten Busfahrt und einer Einstimmung auf die Steve Irwin Euphorie kam ich schließlich am Zoo an und kaufte die Studenteneintrittkarte für 44 AU$.

Schon im Eingangsbereich erfüllten sich meine Befürchtungen zum Teil als ich Steve Irwin samt Frau, Kindern, Krokodil und Hund aus Metall beinahe in lebensechter Größe vor mir stehen sah. Drumherum tummelten sich allerdings einzelne Tierpfleger mit Papageien und Minialligatoren. Interessierten gaben sie über die jeweilige Tierart sehr gerne Auskunft.

Da es von Anfang an ein regnerischer Tag gewesen ist machte ich kurz einen Abstecher in den Zoo Shop bevor es mit dem Zoorundgang weiter ging. Gewappnet mit einem Regenponcho und der Zooorientierungskarte konnte es dann auch los gehen.

Zuerst habe ich mir einige riesige Eidechsen angeschaut und die beiden Otter beim Spielen beobachtet. Sie bewegten sich so schnell, dass es wirklich eine schwierige Aufgabe war sie vor meine Kameralinse zu bekommen. Ich habe es jedoch geschafft! Weiter ging es zu den Krokodilen und Alligatoren, die ruhig in ihren Becken verweilten.

Auf dem Weg zur Schildkröte ließ ich es mir natürlich nicht entgehen mich auf der Alligator- Statue zu platzieren und photographieren zu lassen - sieht beinahe wie ein echter Alligator aus auf dem Bild.Während sich die Schildkröte kaum bewegte huschten die beiden Tasmanischen Teufel ganz wild durch ihr Gehege. Hier blieb ich ein Weilchen stehen und beobachtete das fröhliche Treiben der Tiere. An dieser Stelle blieb ich allerdings nicht einmal annähernd so lange stehen wie bei den Koalas, wo ich einen Mamakoala mit Nachwuchs begutachtete. Am liebsten hätte ich einen Koala zurück mit nach Deutschland genommen. Doch leider geht das nicht.

Ich hatte mich so in die süßen Tierchen verguckt, dass ich die Show im Crocoseum um 11Uhr verpasst hätte. Also musste ich schnell hinüber laufen. Der Zoo ist nicht allzu riesig, sodass ich noch rechtzeitig ankam und sogar nicht etwas Zeit hatte um mir den Streichelzoo mit Ziegen, wie in Deutschland, und den Zoo Shop genauer anzuschauen. Von einem Steve Irwin Surfboard bis hin zu einer Puppe konnte man hier alles kaufen. Selbst seine ganze Familie wird mit Fanartikeln vermarktet und die Tochter hat eine eigene Kleidungskollektion.

Um 11 Uhr ging schließlich die Show los. Das Crocoseum ist ein richtiges Stadion mit großer Videoleinwand und in der Mitte mit einer abgezäunten Arena mit einem Wasser- und Wiesenbereich. In dieser Arena wurden die meisten Tiere des Zoos vorgestellt. Vögel flogen durch die Zuschauerreihen und ein Krokodil wurde von einem Tierpfleger gefüttert vor der ganzen Menge.

Immer wieder wurde während der Show betont, was Steve besonders mochte und gewöhnlich tat. Die gesamte Show ging 30 Minuten und danach konnte man Steves Tempel weiter erkunden. So entdeckte ich direkt beim Crocoseum so etwas wie eine kleine Gedenkstätte den Crocodile Hunter: Riesige Poster, Zeitungsartikel und Jagdgeräte werden in einem separatenten Bereich in Glasvitrinen ausgestellt.

 
 

So nun aber weiter zu den Tieren. Denn ich konnte es kaum erwarten die frei herumlaufenden Kängurus zu sehen und Koalas zu streicheln. Trotz anfänglicher Skepsis habe ich die Kängurus sogar gefüttert und konnte davon nicht genug bekommen.

Zum Schluss habe ich mir noch die Schlangen, Wombats, Elefanten und die Tigershow angeschaut. Es war wirklich lustig den plantschenden Tigern zuzusehen. Doch dann war es auch wieder Zeit zu gehen, denn der Zoo- Shuttle- Bus wartete nicht. Auf dem Rückweg zum Haupteingang machte ich noch einen Abstecher zu den Kängurus und kaufte einige Souvenirs- nein keinen Steve Irwin!

Im Bus wurde dann die DVD vom morgen zu Ende gezeigt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wenn der Eintrittspreis trotz Ermäßigung relativ hoch ist, sich ein Besuch im Australia Zoo wirklich lohnt!

Noch nie habe ich so einen tollen Zoo mit zufriedenen Tieren gesehen. Selbst die „Verehrung“ des verstorbenen Crocodile Hunters muss man mit eigenen Augen sehen und miterleben. Alles in diesem Zoo ist „CRICKEY“! Steve Irwin's dream ist einfach nur traumhaft und not only for kids!

Elisa Jendrusch